Ausstellungsprogramm 2012

1. Museumsinsel Heide

Museumsinsel, Lüttenheid 40, 25746 Heide

 

18.03.-11.04.2012 "Summerfeelings" - Beate Hildebrandt und Gudrun Wolff-Scheel

 

Beate Hildebrandt aus Ellerbek (www.beate-hildebrandt.de), Mitglied in der Künstlergilde Kreis Pinneberg (www.kuenstlergilde-pinneberg.de), zeigt Arbeiten, deren idealisierte Schönheit, Sinnlichkeit, elegante Extravaganzen und harmonische Farbklänge eine Hommage an schöne Momente und glückliche Zeiten darstellen. Ihre Bilder setzen sich aus einer Vielzahl von künstlerischen Techniken zusammen: Farbstimmungsgebende Untermalungen, sorgfältig gesuchte und auf dem Bild verteilte Zeitungs-Ausschnitte, eingearbeitete Seidenstoffe und Struktur gebende Papiere. Über diesem haptischen Untergrund entsteht das jeweilige Motiv, großformatig in Acryl gemalt, akzentuiert durch Zeichnungen mit Ölkreiden, teilweise verstärkt durch partielle Wachsschichten. Die emotionale Wirkung geht der Malerin über die perfektionistische Ausarbeitung, die unterschwellige Andeutung über die vordergründige Plakativität.

 

Gudrun Wolff-Scheel aus Breiholz, Mitglied im Kunstverein Heide, ist in Jever/Friesland geboren. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie u. a in Bremen/Ottesberg und an der Europäischen Kunstakademie Trier. Seit 1987 betreibt sie eine Bildhauer-Werkstatt in Heide/ Dithmarschen. Das Material mit dem Gudrun Wolff-Scheel vorwiegend arbeitet, ist der Sandstein. Ein starker Partner, der ihren Absichten und Vorstellungen einen natürlichen und fruchtbaren Widerstand entgegensetzt. Der Stein fügt sich der Bearbeitung nur soweit, als es seiner Struktur, seinem Charakter entspricht: er zwingt sehr oft zur Reduktion und damit zur klaren formalen Aussage. Die in den Steinbrüchen gefunden und entdeckten Steine haben häufig die Funktion einer Initialzündungen, körperhafte Formen zeigen sich: die Idee für eine Plastik formt und verdichtet sich. Wolff-Scheel versucht, bei der Bearbeitung und Gestaltung die Ahnung der Gewordenheit des Steines zu erhalten oder nachzuempfinden, um so mit der Arbeit den Anschluss an das ursprüngliche Gewesensein des Stein zu finden und anzuknüpfen an Zeitlosigkeit und unaufhörliche Veränderung des Materials.

 

Die Ausstellung dauert bis zum 11. April 2012 und kann zu den Öffnungszeiten besichtigt werden.

 

Vernissage: Sonntag, den 18. März, um 11.30 Uhr

Museumsinsel, Lüttenheid 40 in Heide.

 

Öffnungszeiten:

Di-Do + So: 11.30 - 17.00 Uhr

Fr: 11.30 - 14.00 Uhr

Sa: 14.00 - 17.00 Uhr

 

 

 

12.05.-03.06.2012 "Dynamik und Balance" - Ro Breitbach und Nikalaus Cramer

 

RosaMarie Breitbach studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim und an der Kunstakademie Düsseldorf sowie an der Europäische Akademie für bildende Kunst in Trier. Von 1981-1999 nahm sie eine Lehrtätigkeit in der Erwachsenenbildung im Bereich Kunst in Düsseldorf, Kaarst und Neuss wahr. Sie ist Mitglied im BBK Düsseldorf und im BBK des Landesverbandes Schleswig-Holstein. Seit 1982 ist sie mit ihren Werken auf Ausstellungen im Inn- und Ausland vertreten.

Wenn Ro Breitbach von einem Naturerlebnis in ihr Atelier zurückkehrt, fließen die gewonnen Eindrücke durch eine spontane, impulsive Malweise direkt auf die großformatige Leinwand. Es gelingt ihr, das Bild zur Aktionsfläche werden zulassen, auf der ihre Gefühle, Stimmungen und Gedanken Ausdruck finden. Die Farbkraft und Dynamik ihrer vielschichtigen Acrylbilder ziehen den Betrachter unwillkürlich in Bann. Der Ursprung ihrer Malerei findet sich im Informell wieder. Diese Kunstrichtung charakterisiert eine künstlerische Haltung und lehnt das klassische Form- und Kompositionsprinzip ab.

RosaMarie Breitbach lebt und arbeitet in Ostenfeld/ Husum.

 

Nikolaus Cramer, 1960 in Düsseldorf geboren und gelernter Tischler, arbeitete nach einer Ausbildung zum Holzbildhauer an der Werkkunstschule Flensburg als Kunstpädagoge an einer Jugendfreizeiteinrichtung in Düsseldorf. Seit 1994 besitzt er ein eigenes Atelier für Bildhauerei und Möbeldesign in Düsseldorf und lebt seit 2006 in Oldersbek bei Husum.

Für seine Skulpturen entnimmt Nikolaus Cramer Formen der Natur, ohne Konkret-Natürliches nachbilden zu wollen. Details der Formen werden ihrem Zusammenhang in der Pflanzen- oder Tierwelt entzogen, vergrößert oder in überraschenden Proportionen wiedergegeben. Die Formensprache Nikolaus Cramers lässt Parallelen zu Jugendstil und dem Spanischen Architekten und Bildhauer Antonio Gaudi aufleuchten, jedoch findet er in seinen Plastiken losgelöst vom Zwang des Funktionalen zur elementaren Schönheit der Form.Mit der natürlichen Struktur des verwendeten Holzes gelingt es N. Cramer den Ausdruck seiner Skulpturen in ihrem harmonisch, geschwungenen Formenverlauf hervor zu heben. Aus Marmor herausgearbeitet Objekte wirken trotz der Mächtigkeit des Materials leicht und weich. In einigen dieser Objekte finden sich zentrale, kreisrunde Durchbrüche oder Wölbungen, die in ihrer handwerklich sorgfältigen Ausführung eine meditative Stimmung erzeugen. Aber auch hier gilt: „Die Kunst entsteht im Auge des Betrachters“. Lässt man sich dann auf die Vorstellungswelt des Bildhauers ein, ergibt sich viel Spielraum für eigene Entdeckungen und Interpretationen. Internet: www.nikolaus-cramer.de

 

Die Ausstellung dauert bis zum 3. Juni 2012 und kann zu den Öffnungszeiten besichtigt werden.

 

Vernissage: Samstag, der 12. Mai, um 15.00 Uhr

Museumsinsel, Lüttenheid 40 in Heide.

 

Öffnungszeiten:

Di-Do + So: 11.30 - 17.00 Uhr

Fr: 11.30 - 14.00 Uhr

Sa: 14.00 - 17.00 Uhr

 

 

 

02.09.-23.09.2012 "Different Realities" - Alexandra Hinz-Wladyka und Franz Bahr im Rahmen des Projektes "Kunstgriff 2012"

 

Alexandra Hinz-Wladykawurde 1963 in Danzig geboren.

Nach dem Diplomabschluss an der staatlichen Kunstschule für bildende Künste in Gdingen folgten Gruppen- und Einzelausstellungen in Polen, Deutschland und Frankreich. Seit 1989 lebt und arbeitet Alexandra Hinz-Wladyka als freischaffende Künstlerin in Hamburg. Sie ist Mitglied im Berufsverband bildender Künstler e.V. Hamburg und der GEDOK Hamburg.

 

 „Das Werk von Alexandra Hinz-Wladyka erkennt man an der spezifischen Struktur – den fast reliefartigen Gebilden in einer charakteristischen Farbgebung. Den Haupttenor ihrer Arbeiten bestimmten existenzielle Themen und Gedanken: Vergangenheit, Mystik, Symbolik. Mit Vorliebe verwendet sie archaische und symbolische Formen, wie Kreis, Kreis mit Punkt, die homo bulla = die Seifenblase (Symbol für die Vergänglichkeit), Spirale, Kreuz, Labyrinth oder auch die Schrift.

 

Teer und Wachs bestimmen die malerische Arbeitsweise. Der Teer und das Wachs werden flüssig aufgetragen, mit Pigmenten, Sand oder anderen Stoffen gemischt und schaffen die Grundlage. Wie
in einem bildhauerischen Prozess zerstört rudimentär die Künstlerin die glatte Oberfläche. Sie zerkratzt sie, beschlägt sie und ritzt in sie ein, um an den Kern der Malfläche heranzukommen. Die Spuren des Einritzens sollen sichtbar bleiben. Es ist eindeutig ein zerstörerischer Akt, wodurch eine besondere Dynamik entsteht. In diesem Vorgang, in der Abtragung der einzelnen Schichten, entwickelt sich die charakteristische Farbigkeit der Bilder.

 

Was mich besonders beeindruckt, ist die enge Verknüpfung zwischen der Arbeitsweise, die physische Vergänglichkeit des Materials und der Themen, die Alexandra beschäftigen. All das stellt eine bemerkenswerte inhaltliche und formelle Konsequenz dar.“(Auszug aus der Eröffnungsrede von Katarzyna Rogacka-Michels, Kunsthistorikerin, zu der Ausstellung “Geschichten eines Baumes“ Hamburg 2010)

 

(www.alex-art.de)

 

 

Franz Bahr wurde 1966 in Köln geboren.

 

Er zählt zu den bekannten Vertretern der postmedialen Skulptur und  studierte zunächst an der Fachhochschule Köln im Bereich Metallbildhauerei und darauf Design an der International School of Design mit Abschluss Diplom. Aufgrund seiner breiten Kenntnisse um die Materialeigenschaften gelingt es ihm, neue Materialien nicht nur als Materialien im Feld des Experimentellen einzusetzen, wie z. B. in der Arte Povera üblich, vielmehr operiert er auch mit neuen Bedeutungen dieser Materialien.

 

Ein zentrales Moment des Werks ist die Zeichnung, die medial digitalisiert wird, so dass ein Laser die Edelstahlformen exakt ausschneidet, die vom Künstler genau verschweißt werden. Erst dann wird durch ein Ventil Luft in die leere Hülle gepumpt. Das plastische Verfahren des Aufblasens, die Geometrie der Formen und die Sinnlichkeit des Materials bewirken eine luftige Dreidimensionalität, die nicht gewichtig im Raum liegt, sondern sich schwerelos darin ausdehnt. So entstehen reduzierte und doch energetische Figuren, die die Wahrnehmung des Betrachters herausfordern. Der Künstler, der die bildhaften Formen ausschneidet, lässt sie in der Folge dreidimensional in den Raum wachsen. Franz Bahrs Arbeiten thematisieren den Transformationsprozess vom Gegenstand zum Bild und umgekehrt, d. h. vom in die Fläche gekippten Plastischen zum Dreidimensionalen.(Auszug aus einer Laudatio von Dr. Barbara Aust-Wegemund, März 2009)

 

(http://www.franz-bahr.de/)

 

Die Ausstellung dauert bis zum 23. September 2012 und kann zu den Öffnungszeiten besichtigt werden.

 

Vernissage: Sonntag, der 2. September, um 11.30 Uhr

Museumsinsel, Lüttenheid 40 in Heide.

 

Öffnungszeiten:

Di-Do + So: 11.30 - 17.00 Uhr

Fr: 11.30 - 14.00 Uhr

Sa: 14.00 - 17.00 Uhr

 

Diese Ausstellung ist Teil des "Kunstgriff"-Projektes des Kreises Dithmarschen: www.kunstgriff.de

 

 

2. Buchhandlung Weiland, Raum "Uhlenhorst"

Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25, 25646 Heide

 

 

11. April - 05. Mai

 

Andreas Hecht, Fiel (Malerei)

Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25, 25746 Heide

 

Eröffnung: Mittwoch, den 11.04.2011 um 19.00 Uhr

 

Andreas Hecht, geboren 1969 in Heide, durchlief eine Lehre als Technischer Zeichner und Netzwerkadministrator / Organisator und war danach als Programmierer für Infrarotkameras in der Brandschutztechnik tätig.

 

Interesse für die Malerei bekam er schon als Kind von seinem Vater Dietmar Hecht, der in Öl kleine Werke erstellt hat. Er versuchte sich in verschiedenen Techniken, wie Pastell, Zeichnung und Ölportraits, die später Grundlage seiner eigenen Handschrift werden sollten. Eines seiner frühen Pastelle hat er zufällig im Kohlmuseum Wesselburen an der Kasse der Gastwirtschaft wiederentdeckt.

 

Die Hauptthemen liegen in der Schönheit Dithmarschens. Landschaften und das dazugehörige Leben, welches man oftmals nur noch aus dem Auto im Vorbeifahren "schnell mal" aufzunehmen scheint.

 

Die Farbpalette ist sehr "beschränkt". Der Künstler benutzt für alle seine Bilder nur die Farben Rot, Gelb, Blau, Schwarz und Weiß. So versucht er, natürliche Mischfarben für die Darstellung zu bekommen. Seine großen Vorbilder kommen aus der Zeit der Impressionisten. Teilweise übernimmt er in seinen Werken Figuren und Objekte, um ihnen seine Bewunderung zu zollen.

 

 

 

04. Juni - 29. Juni

 

Anna Würth "Aphrodite.Lovestoned" - Bilderausstellung und Lesung zur Vernissage am 06. Juni um 19.00 Uhr,Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25, 25746 Heide

 

Eröffnung: Mittwoch, den 06.06.2012 um 19.00 Uhr

 

„Aphrodite.Lovestoned“ ist der Titel des Buches von Anna Würth – und ihrer Fotoausstellung, die der Kunstverein Heide vom 6. bis 29. Juni 2012 in der Galerie der Buchhandlung Weiland in Heide zeigt.

 

Zur Vernissage am 6. Juni um 19 Uhr präsentiert die Hamburger Autorin und Fotokünstlerin ihren neuen Foto-Lyrik-Band, aus dem sie ihre Gedichte liest.

Im Anschluss signiert sie die Bücher. Eintritt frei.

 

Die Liebe zu Steinen brachte Anna Würth zur Halbinsel Akamas auf Zypern. Bei den Felsen der berühmten Bäder der Aphrodite entstanden ihre überraschenden Stein-Portraits, die zum ersten Mal in diesem Umfang gezeigt werden. Sie muten an wie abstrakte Gemälde, entwickeln eine magische Präsenz in ihrer archaischen Kraft. Die Lyrikerin Anna Würth stellt ihnen ihre sinnlichen Liebesgedichte gegenüber. Fotografien und Gedichte ergänzen einander als eigenständige Kunstwerke.

 

„Liebesgedichte von Anna Würth, daß die heiß und wild sind, ist schön, aber nicht verwunderlich. Daß auch die fotografierten Steine auf Zypern eine so ungeheure Sinnlichkeit ausstrahlen, schon eher. Das alles zusammen ruft die schönsten Erinnerungen wach. Erinnerungen an den Beginn der Leidenschaft, bevor sie kippt. Also ein Hoch auf den Anfang jeder Liebe,“ so die bekannte Hamburger Kolumnistin und Autorin Peggy Parnass.

 

Anna Würth ist Journalistin, Autorin und Fotokünstlerin. Nach Studium und Diplom fuhr sie zur See, arbeitete 13 Jahre bei dpa, Merian und als Redakteurin bei GeoSaison, danach als freie Journalistin. Studienreisen auf allen Kontinenten, auch zu indigenen Völkern. Sie veröffentlichte Lyrik und Kurzprosa in über 60 Anthologien – in ihrem Foto-Lyrik-Band sind die Gedichte erstmals vereint. 2001 erhielt sie den Literaturförderpreis der Gedok. Seit 2007 arbeitet Anna Würth als Fotokünstlerin, sie beteiligte sich an 21 jurierten Ausstellungen und an elf Gemeinschaftskatalogen, zwei Einzelausstellungen. In reichhaltiger Bildsprache variiert sie den Themenkreis um Metamorphose und Übergang. Weitere Angaben www.annawuerth.de

 

„Aphrodite.Lovestoned“ erscheint im Wachholtz Verlag. Die gebundene Ausgabe im Hardcover enthält auf 88 Seiten 26 ganzseitige Farbfotografien und 40 Gedichte, darunter Haiku und Tanka. Gebündelt in vier Fotostrecken und drei Gedicht-Zyklen. Mit einer Einführung in deutsch, englisch und griechisch. Format 26 x 21 cm, Preis 20 Euro.

 



 



3. Provianthaus Glückstadt

Provianthaus in Glückstadt e.V., Am Proviantgraben, 25348 Glückstadt

 

Vom 18.08. - 09.09.2012findet im Provianthaus in Glücksstadt, Am Proviantgraben, eine neue Ausstellung zum Thema „Horizonte 2012“ statt. Wie in den Vorjahren ist der Kunstverein Heide (www.kunstverein-heide.com) vom Betreiber, dem Verein „Provianthaus Glückstadt e.V. (www.provianthaus-glueckstadt.de)“, wieder zu dieser überregionalen Ausstellung mit neun seiner Mitgliedern eingeladen worden:

 

Die Teilnehmerliste von Mitgliedern des Kunstvereins Heide, die im letzten Raum im 2. Stock ausstellen:

  • Inge Beverungen       - Malerei
  • Angelika Szonn         - Malerei
  • Regine Cornelius       - Malerei/Collage/Objekte
  • Gudrun Wolff-Scheel  - Bildhauerei
  • Sylvie Schröder         - Malerei
  • Christel Ritters           - Malerei
  • Werner Siems           - Fotografie
  • Frauke Krukowski     - Malerei
  • Dirk Becker               - Fotografie/Objekte/Grafik

 

Im November 2006 gründete sich der Verein "Provianthaus Glückstadt e.V." und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Provianthaus zu erhalten, es in den öffentlichen Fokus zu rücken und wiederzubeleben. So findet seit 2007 jedes Jahr im Sommer eine große Kunstausstellung statt, an der Künstler aus der Elbregion und seit 2009 auch Künstler aus Dänemark teilnehmen. In diesem Jahr sind vertreten: Kunst im Mittelpunkt Uetersen, Künstlergilde Pinneberg, Kunstverein Heide, Kunstklima Eiderstedt, Künstlergruppe Svendborg DK, Künstlergruppe Kopenhagen DK, Treene Kunstring, Hamburger Künstlergruppe, Dachauer Künstlergruppe.

 

Von den noch vorhandenen Festungsbauten in Glückstadt überragt das neue Provianthaus von 1705 alle anderen und stellt wohl den letzten Rest der Festungsarchitektur in Schleswig-Holstein dar. Ein älteres Provianthaus wird zwar schon 1649 genannt, wurde aber im Zusammenhang mit dem Abbruch des Schlosses niedergerissen. Das neue Provianthaus wurde von König Friedrich IV. errichtet, dessen Namenszug sich noch an der Nordseite des Gebäudes befindet. Von 1887 bis 1921 diente es als Korndampfmühle und Ölschlägerei. Von 1921 bis 1996 war dort dann eine Farbenfabrik untergebracht. Danach stand das Gebäude, bis zur ersten vom „Provianthaus Glückstadt e.V.“ organisierten Ausstellung 2007, leer.

 

Die Ausstellung "Horizonte 2012" läuft vom 18. August bis zum 9. September 2012 und ist jeweils an den Wochenenden, Samstag und Sonntag, von 14.00 - 18.00 Uhr geöffnet. Die Vernissage findet am Samstag, den 18.08.2012, um 15.00 Uhr im Provianthaus statt.

www.provianthaus-glueckstadt.de

 

 

4. Literatursommer „China“

 

Kunstverein Heide lädt ein zur Lesung mit der chinesischen Autorin Luo Lingyuan am 07.08.2012 um 19.30 Uhr

 

Im Rahmen des Schleswig-Holsteinischen Literatursommers präsentiert der Kunstverein Heide am Dienstag, den 7. August, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 24 in Heide, die chinesische Autorin Luo Lingyuan. Begleitend dazu gibt es auf der Museumsinsel, Lüttenheid 40 in Heide, einen Literatur-Parcours mit türkisch-deutschen Texten.

 

Luo Lingyuan wurde 1963 in China geboren. Sie studierte Journalismus und Computerwissenschaften in Shanghai und lebt seit 1990 in Berlin. Seit 1992 veröffentlicht sie auf deutsch und chinesisch Beiträge in Zeitschriften und Anthologien. Seit 2005 erschienen von ihr vier Romane sowie ein Erzählband auf deutsch. 2007 erhielt Luo Lingyuan einen Förderpreis zum „Albert-Chamisso-Preis“.

 

In ihrem Buch „Du fliegst jetzt für meinen Sohn aus dem fünften Stock!“ (dtv 2005) beschreibt sie in Erzählungen die Schicksale meist junger Menschen, die unter der Brutalität der Verhältnisse und der Willkür von selbstherrlichen Beamten leiden müssen.

 

"Die chinesische Delegation" (dtv 2007) ist der teils komische, teils bittere Bericht über den Zusammenprall zweier Kulturen: Eine Gruppe von chinesischen Funktionären und
Wirtschaftsführern fährt in 19 Tagen durch halb Europa. Dabei kommt es zu einem heftigen Konflikt zwischen dem tyrannischen Delegationsleiter und der jungen Reiseleiterin, die schon länger im Westen lebt.

 

Ende 2008 erschien der Roman "Die Sterne von Shenzhen" (dtv 2008), der im Jahr 1997 spielt und am Beispiel des jungen, ehrgeizigen Unternehmers Dai beschreibt, wie das ehrliche Bemühen um Wohlstand für alle und demokratische Lebensformen in einem Rechtsstaat durch Kriminalität, Korruption und bürokratische Willkür beschädigt und untergraben werden.

 

Im Oktober 2009 erschien ihr Roman "Wie eine Chinesin schwanger wird" (dtv 2009), aus dem sie am 07.08. in der Buchhandlung Weiland lesen wird. Sie steht nach der Lesung für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

 

Zum Roman:

 

Nach jahrelangem Aufenthalt in Deutschland kehrt die chinesische Fotografin Tingyi mit ihrem deutschen Lebensgefährten Robert nach China zurück, um den 70. Geburtstag des Vaters zu feiern. Zu ihrem leichten Entsetzen erklärt das Familienoberhaupt im Kreis der Verwandten, ihre vornehmste Aufgabe bestehe jetzt darin, möglichst bald schwanger zu werden und der Familie ein weiteres Mitglied zu schenken. Ihr deutscher Lebensgefährte ist Feuer und Flamme für diesen Plan, aber die Irrungen und Wirrungen von Liebe und Eifersucht sowie kulturelle Missverständnisse bringen erst einmal alles in Unordnung.

 

Der Eintritt zur Lesung beträgt 7,00 Euro (ermäßigt: 4,00 Euro). Der Vorverkauf findet in der Buchhandlung Weiland statt.

 

Der Literatursommer ist eine Veranstaltungsreihe, die das Literaturhaus SH jährlich im schleswig-holsteinischen Kultursommer zu einem bestimmten Gastland durchführt, das auch in Musik (SHMF), bildender Kunst (Museumssommer) und Film präsentiert wird. Dazu plant das Literaturhaus SH sowohl eigene Ver­anstaltungen in der Landeshauptstadt Kiel als auch Veranstaltungsangebote für lokale Partner im Land und unterstützt die Veranstaltungen organisatorisch, werblich und finanziell. Dabei ist ein wesentliches Ziel des Literatursommers, die einzelnen Angebote in mehrere Orte Schleswig-Holsteins zu vermitteln. So ergibt sich in etwa 40 Autorenlesungen und Rezitationen in der Zeit von Mitte Juli bis Anfang September ein breites Bild der Literatur des jeweiligen kulturellen Schwerpunkt­landes, das in diesem Jahr die chinesische Literatur darstellt.

 

 

5. Autorenlesung Buchhandlung Weiland
(seit November 2012: Buchandlung Hugendubel,
Friedrichstr. 25, 25746 Heide)

 

 

13. März 2012 um 19.30 Uhr, Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25 in 25746 Heide

 

Prof. Dr. Jörgen Bracker liest Kriminalistisches und gibt einen Überblick zur Hanse vor Friedrichskoog/Ditmarschen

 

Leseabend am Dienstag, den 13.03.2012, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25 in 25746 Heide:

 

Jörgen Bracker - das Geheimnis „Hinter der Nebelwand“ und „Die Hanse vor Friedrichskoog“

 

Im ersten Teil der Veranstaltung liest Jörgen Bracker aus seinem Kriminalroman „Hinter der Nebelwand“. Ein Fischer treibt erschossen in den Hafen. Wer war der Mörder - die Nebelbraut? Der Autor ist dem Werdegang seines 1912 gebauten Krabbenkutters nachgegangen, auf dem jener Mord vermutet wurde. Die Hauptperson des Romans begibt sich auf die Spur des Mörders und steht schnell vor einem Sumpf aus Aberglauben, Standesdünkel und geschickt gesponnenen Intrigen. Was geschah wirklich draußen im Watt, und wer lockte den Fischer hinter die Nebelwand? Dieser historische Krimi beruht auf einer wahren Begebenheit und versetzt den Leser in das Schleswig-Holstein um 1911 zwischen Büsum, Kiel und Hamburg-Altona.

 

Im zweiten Teil, nach der Pause, wird Jörgen Bracker, der von 1976 bis zum Ende des Jahres 2001 als Direktor und Professor das Museum für Hamburgische Geschichte leitete, dessen besonderes Augenmerk der durch Seeraub und wirtschaftlichen Niedergang gekennzeichneten Krise der Hansezeit um 1400 gilt, einen fundierten historischen Überblick über seine Forschungsergebnisse zur Rolle von Friedrichskoog und das untergegangene Rughenorde als Umschlag- und Ankerplatz der Hanse-Schiffe geben (siehe hierzu auch den Artikel in der Dithmarscher Landeszeitung vom 11.02.2012, Seite 14).

 

Jörgen Bracker studierte in Marburg, Kiel und Münster Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte und präsentierte 1989 in Hamburg und Rostock die Ausstellung „Die Hanse - Lebenswirklichkeit und Mythos“. Er ist Ehrenmitglied der Deutschen Seefahrtsgeschichtlichen Kommission (DSK), Ehrenmitglied des Vereins der Freunde des Museums für Hamburgische Geschichte und Mitglied der Hamburger Autorenvereinigung (HAV).

 

Die historische Darstellung wird durch eine Bild-Präsentation begleitet.

 

Der Eintritt beträgt 7,00 Euro (ermäßigt 4,00 Euro).

Vorverkauf/Reservierung über die Buchhandlung Weiland - Tel: (0481) 684740

 

 

 

15. Mai 2012 um 19.30 Uhr, Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25 in 25746 Heide

 

Prof. Dr. Z. P. Pininski vermittelt eine kulturelle Bestandsaufnahme eines spannenden Stücks Zeitgeschichte - von der Teilung der Welt bis zu ihrer neuen globalen Freiheit.

 

Leseabend am Dienstag, den 15.05.2012, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25 in 25746 Heide:

 

Prof. Dr. Zbigniew Peter Pininski, bereits im achten Lebensjahrzehnt, ist Präsident der Akademie für Baukultur in Münster/Westfalen und ein international renommierter Architekt mit polnischen, deutschen und französischen Wurzeln und Spross einer angesehenen Adelsfamilie. Er hat in seinen Studienzeiten (die auch im Buch sehr farbenfroh geschildert werden) noch Karol Wojtyla als Kaplan kennengelernt und mit dem jungen Filmstudenten Roman Polanski die Krakauer Kneipen unsicher gemacht.

 

In seinem autobiografisch gefärbten Buch "Allegro Furioso" zeigt sich Z. P. Pininski, essayistisch ausgeschmückt, als Wanderer zwischen politischen, kulturellen und nationalen Welten. Seine "Reisebetrachtungen" führen ihn aus dem Dunstkreis eines die kulturelle Freiheit der Ideologie unterordnenden Kommunismus in die relative Aufgeklärtheit und vorgebliche Freiheit des Westen - nach Amerika, Afrika und Westeuropa. Man spürt bei Pininski die Lust am Fabulieren und seine Freude am Zusammentreffen und am Austausch mit anderen Menschen und Kulturen. Dies zeigt sich auch in dem Engagement des Autoren als einer der Initiatoren eines architektonisch ausgefeilten Ortes der Kulturen und Religionen in Münster/Westfalen. Das Buch selbst ist Zeugnis und kulturelle Bestandsaufnahme eines spannenden Stücks Zeitgeschichte - von der Teilung der Welt bis zu ihrer neuen globalen Freiheit.

 

Z. P. Pininski: Allegro Furioso; Edition Cultura 3, 14. 166 Seiten mit zahlreichen Illustrationen und Fotos.

 

www.arch-pininski.de

 

Der Eintritt beträgt 7,00 Euro (ermäßigt 4,00 Euro).

Vorverkauf/Reservierung über die Buchhandlung Weiland - Tel: (0481) 684740

 

 

 

29.06.2012 um 19.30 Uhr: Tim Eckhorst aus seiner Biographie „Rudolph Dirks - Katzenjammer, Kids & Kauderwelsch“

 

Leseabend am Freitag, den 29.06.2012, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25 in 25746 Heide: Tim Eckhorst stellt die weltweit erste Monographie über den Comic-Zeichner Rudolph Dirks aus Heide vor und untermalt die Lesung mit einem Dia-Vortrag. Der Eintritt ist frei.

 

 

5. September 2012 um 19.30 Uhr, Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25 in 25746 Heide

 

Olaf Jessen liest aus seinem biografischen Roman „Die Moltkes. Biographie einer Familie“

 

Leseabend am Dienstag, den 15.05.2012, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Weiland, Friedrichstr. 25 in 25746 Heide:

 

Bei den Recherchen für sein Buch „Die Moltkes. Biographie einer Familie“ (C. H. Beck, München) ist Olaf Jessen schon früh auch auf Schleswig-Holstein gestoßen. Die Geschichte der Familie ist mit der Geschichte des Landes eng verbunden. Als mit der Revolution von 1848 in Schleswig-Holstein die Erhebung gegen den König von Dänemark begann, verliefen sämtliche Fronten dieses Bruderkrieges quer durch die Familie. „Eine spannende Familiensaga“, urteilt Elise Schirrmacher im WDR5, „und zugleich auch eine Geschichte über uns. Von Napoleon bis in die Bundesrepublik spiegelt sich in dem Adelsgeschlecht der Moltkes facettenreich das sich wandelnde Selbstverständnis einer Nation.“

 

Dr. phil. Olaf Jessen, 1968 in Flensburg geboren, studierte Geschichte und Jura in Freiburg, Dublin, Göttingen und Potsdam. Zuletzt war er u. a. tätig als Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Freiburg, als Lehrstuhlvertretung in der Schweiz wie auch als freier Publizist und Vertragsautor bei C. H. Beck in München. Von ihm gibt es zahlreiche Veröffentlichungen zur preußischen und deutschen Geschichte.

 

Die Lesung findet statt am Mittwoch, den 5. September 2012, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Weiland, Friedrichstraße 24-26.

 

Die Veranstaltung ist „unakademisch“, dauert knapp sechzig Minuten und wird durch eine Bild-Präsentation begleitet.

 

Der Eintritt beträgt 7,00 Euro (ermäßigt 4,00 Euro).

Vorverkauf/Reservierung über die Buchhandlung Weiland - Tel: (0481) 684740

 

Hier finden Sie uns

Kunstverein Heide e. V.
Dirk Becker, 1. Vorsitzender

Weidenkamp 5
25791 Linden

Telefon: +49 151-25207006

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