Ausstellungen 2015 des Kunstvereins Heide

03.05. - 26.05.2015: Brigitta Höppner (Malerei) und Antje Bromma (Installation)

Eröffnung:

Sonntag, der 03.05.2015 um 11.30 Uhr

Museumsinsel, Lüttenheid 40, 25746 Heide

 

Brigitta Höppner - Malerei

 

In Brigitta Höppners Malerei geht es um die Frage der Rezeption von Räumlichkeit, deren Infragestellung und Auflösung durch Irritationen der Wahrnehmung.

 

Die jüngsten Bilder von Brigitta Höppner behandeln die zeitliche Dimension dieses Themas : Auch die Bewegung der betrachteten Objekte begrenzt das Vermögen, dieses in seiner geometrischen Beschaffenheit aufzulösen. Dadurch kann die Gestalt

 

des Objektes bis ins Unkenntliche verzerrt werden.

 

Aus dem Blick eines bewegten Betrachters bekommt die räumliche Ausgedehntheit einen nicht ohne weiteres eliminierbaren zeitlichen Aspekt. Die Aufspaltung unserer Wahrnehmungen in ´räumliche´ und zeitliche Dimensionen wird relativ – sie ist vom Bewegungszustand des Betrachters abhängig. Diesen einfachen Sachverhalt in seinen Konsequenzen ernst zu nehmen, hat nicht nur die Physik revolutioniert, es kann auch der künstlerischen Beschäftigung mit Eindrücken von Räumlichkeit, und deren Infragestellung, eine neue Qualität verleihen.

 

In de Serie ´Painting Stills´ bilden die visuellen Effekte schneller Bewegung ein Basiselement. Ausgehend von relativ konkreten, empirisch leicht nachvollziehbaren Effekten wie dem „Verwischen“ visueller Eindrücke durch die Bewegung, entstehen durch den Prozess der Abstraktion optische Reize von neuartiger Qualität und starker Sogkraft. Der Betrachter findet figürliche Elemente, die sich dem direkten Zugriff jedoch entziehen. Es entsteht ein Eindruck von Flüchtigkeit. Durch die Bewegung wird die räumliche Zuordnung verwischt. Diese bleiben dadurch Reflexe auf das, was wir als Realität wahrzunehmen glauben.

 

Die Kunst Brigitta Höppners fügt den abstrakten Reflektionen über das Wesen unserer Wahrnehmung von Raum und Zeit ein entscheidendes Element hinzu, ein ästhetisches. Um dieses zu benennen, passen Worte aus dem berühmt-berüchtigten Manifest des Futurismus: „Wir erklären, dass sich die Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit...“

 

Zur Person:

 

Nach dem Studium der Freien Kunst bei Herrn Prof. Baehr an der FH  Hannover mit dem Schwerpunkt Malerei, dem eingeschobenen Gasthörerstudium an der HfBK in Karlsruhe bei Luc Tuymans, und dem Diplom, ist Brigitta Höppner nach Hamburg zurückgekehrt, wo sie auch heute lebt und arbeitet. Ihre Ausstellungsliste ist lang und neben Ausstellungen in Hamburg finden wir dort Gruppen- und Einzelausstellungen in den USA, Dänemark, den Niederlanden, Schweden und Großbritannien. Neben der regen Ausstellungstätigkeit ist Brigitta Höppner auch im Bereich der Vermittlung aktiv. Sie hatte in den Jahren 2000 und 2002 einen Lehrauftrag in den USA am Bostoner Art-Departement und ist seit 2009 Dozentin für Hochbegabtenförderung im Bereich Malerei. 2004 erhielt sie den Kulturpreis des Kreises Pinneberg und ist in namhaften zeitgenössischen Kunstsammlungen vertreten, wie die Sammlung der HSH Nordbank oder der Volksfürsorge.

 

Kontakt:

www.brigittahoeppner.de

 

 

 

Antje Bromma - Installation

 

Durch das Sammeln und Aufbewahren meist kleinteiliger Fundstücke aus dem Kultur- und Naturraum des Menschen, lege ich seit vielen Jahren ein Archiv an, das ich ständig erweitere. Die Fundstücke sind für mich inhaltlich aufgeladen. Sie speichern und erzeugen Geschichten, z.B. durch ihren Fundort, ihre Form, Herkunft, Farbe, Haptik, Geruch, etc.

 

Ich knote sie einzeln nacheinander direkt am Ausstellungsort in Fäden ein, die untereinander verknüpft zunehmend ein dreidimensionales Netz im Raum bilden. Ich durchmesse so wiederholt den Raum und vergegenwärtige mir gleichzeitig durch das Auspacken der Fundstücke deren inhaltliches und visuelles Potential.

 

Die frisch verknoteten Elemente führen oftmals zu mehreren verdichteten unentwirrbaren älteren Kernen aus früheren Installationen und scheinen diese zu umschweben und zu tragen. Durch die so entstandene luftige Umhüllung werden die konzentrierten Materialballungen von einer weiteren Zeitschicht ummantelt.

 

Wegen der Vielzahl und Vielgestaltigkeit der verwendeten Elemente erscheint ein Überblick kaum möglich.

 

Beim Betrachten führen wechselnde Standpunkte zu verschiedenen Überlagerungen und Ansichten. Durch die eigene Bewegung beim Schauen vermitteln die einzelnen Fundstücke etwas Planetenhaftes.

 

Durch die Bearbeitung einzelner Elemente, wie z.B. das Hinbiegen oder Zersplittern, und durch die Art und Weise ihrer Platzierungen in der Installation, wird durch die Wechselwirkung zwischen Gleichgewicht und Dynamik ein visueller Rhythmus erzeugt.

 

Antje Bromma, Januar 2015

 

Zur Person

 

Antje Bromma wurde 1968 in Hameln geboren und nahm 1989 an der Sommerakademie in Salzburg bei Magdalena Jetelová teil. Danach nahm sie das Studium Freie Kunst an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover und  an der Myndlist- og handíðaskóla Íslands in Reykjavík bei Makoto Fujiwara, Horst Hellinger und Svava Björnsdóttir auf; das sie 1997 mit dem Diplom abschloss.

Von 1997-1998 war sie Meisterschülerin von Horst Hellinger.

 

Antje Bromma ist mit Ausstellungen (Einzel- und Gruppenausstellung) im In- und Ausland vertreten und erhielt verschiedene Stipendien im In- und Ausland sowie 1995 den Kunstpreis der Stadt Garbsen für die Realisierung einer Plastik im Außenraum.

 

 

 

05.07. - 26.07.2015: "Prinz von Dänemark" - eine Hommage an Werner Gutzeit

Eröffnung:

Sonntag, der 05.07.2015 um 11.30 Uhr

Museumsinsel, Lüttenheid 40, 25746 Heide

 

Der Kunstverein Heide lädt ein zur Eröffnung der Ausstellung mit Werken des Künstlers Werner Gutzeit am Sonntag, den 5. Juli, um 11.30 Uhr in der Museumsinsel, Lüttenheid 40 in Heide.

 

Diese Hommage an den deutsch-dänischen Künstler Werner Gutzeit, der nicht nur den Kunstverein Heide 1982 mitbegründet und von 1987-1991 dessen Vorsitzender war, sondern auch das kulturelle Leben und Schaffen in Dithmarschen und Schleswig-Holstein maßgeblich mit beeinflusst hat, soll einen Ausschnitt aus seinem künstlerischen Schaffen zeigen. Sein Werk ist zu umfangreich, um alle Aspekte, von den frühen Tagen bis zur Spätzeit, darbieten zu können. Deshalb hat man sich in dieser Ausstellung auf signifikante Arbeiten im surreal kubistischen und abstrakten Stil beschränkt - wie z. B. den Gänsefisch (Gutzeits Erfindung), Architektur, Stillleben, farbige Kompositionen.

 

Werner Gutzeit, 1932 in Kopenhagen als Sohn einer Dänin und eines deutschen Kunstmalers geboren, befasste sich schon in seiner frühen Jugend mit der Malerei und stellte als 20jähriger das erste Mal in Stockholm aus. Nach einer Ausbildung zum Maler und Grafiker folgte ein Studium des Lehramtes und der Sozialpädagogik. Seit 1980 lebte Werner Gutzeit als freischaffender Künstler in Dithmarschen und betrieb bis Mitte 2000 in Delve die Galerie "Malkasten". 1982 war er Mitbegründer des Kunstvereins Heide (www.kunstverein-heide.com) und brachte sich sehr aktiv in das kulturelle Leben in Dithmarschen und der Stadt Heide ein und gab seine umfangreichen Kenntnisse auch in Kursen an seine Mitmenschen weiter.

 

Von der naturalistischen Malweise her kommend, wandte sich Gutzeit aber ab den 1980er Jahren verstärkt dem Kubismus und der Abstraktion zu, inspiriert von Malern wie  Braque, Feininger oder der Gruppe “Blauer Reiter”. Neben dem Aquarell waren Öl und Acryl seine bevorzugten Maltechniken. Er interessierte sich aber auch für plastische Gestaltungen und arbeitete mit Ton, Stein, Holz, Ytong und Bronze.

 

Die Ausstellung ist zu den Museumsöffnungszeiten (www.heide.de/kultur-vhs/museumsinsel-luettenheid.html) zu besichtigen.

 

 

 

 

13.09. - 04.10.2015: "Über die Eider" - Künstler des Fördervereins für Kunst und Kultur Eiderstedt

Eröffnung:

Sonntag, der 13.09.2015 um 11.30 Uhr

Museumsinsel, Lüttenheid 40, 25746 Heide

 

Diese Ausstellung ist Teil des Projektes "Kunstgriff" des Kreises Dithmarschen (http://www.kunstgriff.de/)

 

Der Kunstverein Heide und der Förderverein Kunst und Kultur Eiderstedt (www.kunst.kultur-nf.de) planen zukünftig eine intensivere Zusammenarbeit und wechselseitige Ausstellungen.

 

Deshalb ist der Förderverein Kunst und Kultur Eiderstedt 2015 zu Gast beim Kunstverein Heide in der Museumsinsel. In dieser jurierten Ausstellung werden Künstler aus Eiderstedt einen Überblick über ihr Schaffen geben. Der Titel "Über die Eider" gilt sowohl für Ausstellungen des Fördervereins in Heide als auch für Ausstellungen des Kunstvereins in Eiderstedt. Er stellt somit eine Art kulturelle Landmarke dar, welche die Kontakte der Westküsten-Künstler untereinander intensivieren und den kulturell-künstlerischen Austausch fördern soll.

 

Die Gruppe KunstKlima im FKE vereint annähernd 50 Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Sparten. Im Alten Rathaus in Garding zeigen die Mitglieder während der Sommersaison kleine Arbeiten und Grafiken. Außerdem werden jährlich fünf Einzelausstellungen von Mitgliedern und eingeladenen Gästen präsentiert. Im Frühjahr und im Herbst veranstaltet die Künstlergruppe jeweils einen Tag der Offenen Ateliers.

 

Aktuelle Termine und Infos zu den Ausstellungen sowie Portraits aller KunstKlima-Mitglieder gibt es im Internet unter www.kunstklima.com oder www.kunstkultur-nf.de

 

 

 

01.08.2015:  Literatursommer "Dänemark" 2015

Dan Sommerdahls vierter Fall "Es bleibt in der Familie"

Museumsinsel, Lüttenheid 40, 25746 Heide

 

Der Kunstverein Heide lädt am Samstag, den 01.08.2015, um 15.00 Uhr in die Museumsinsel Heide ein, zu einer Leseveranstaltung mit der dänischen Autorin Anna Grue, die im Rahmen des Schleswig-Holsteinischen Literatur-Sommers stattfindet.

 

Anna Grue, 1957 in Nyköbing geboren, ist eine der erfolgreichsten skandinavischen Krimiautorin. Nach Stationen bei großen dänischen Zeitungen und Zeitschriften, widmet sich Anna Grue seit 2007 ausschließlich dem Schreiben. Die Bände ihrer Krimireihe um den kahlköpfigen Dan Detektiv Sommerdahl sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden und allesamt Bestseller, die von Publikum und Presse gleichermaßen für ihre Raffinesse wie für ihre menschliche Wärme gefeiert wurden.

 

Anna Grue liest aus dem vierten Sommerdahl-Band: "Es bleibt in der Familie" (erschienen Februar 2015, Atrium Verlag). Die Romane der Sommerdahl-Reihe sind nicht nur hochspannend, raffiniert und bissig - sie liefern zugleich ein aktuelles Panorama der Lebenswelt der Mittelklasse.

 

Der Übersetzer ihrer Romane, Ulrich Sonnenberg, wird die von Anna Grue auf Dänisch vorgetragenen Buchauszüge auf Deutsch vorlesen. Sonnenberg, Jahrgang 1955, ist Herausgeber und einer der renommiertesten Übersetzer aus dem Dänischen und Norwegischen. Er übertrug u. a. Werke von Hans Christian Andersen, Herman Bang und Jakob Ejersbo. Er lebt in Frankfurt am Main.

 

Veranstaltungsort für die Lesung mit Anna Grue  ist die Museumsinsel, Lüttenheid 40 in 25746 Heide, wo auch der Vorverkauf erfolgt (Tel: 0481-63742).

 

In der Museumsinsel gibt es auch einen Literatur-Parcours mit Lyrik aus Dänemark (Texte deutsch/dänisch).

 

Der Eintritt beträgt 7,00 Euro (ermäßigt 4,00 Euro).

 

 

Hier finden Sie uns

Kunstverein Heide e. V.
Dirk Becker, 1. Vorsitzender

Weidenkamp 5
25791 Linden

Telefon: +49 151-25207006

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