Ausstellungsprogramm 2014

 

15.06.-13.07.2014: "Chimborazo" - KW Hasenlieber mit Malerei, Skulpturen und Wandobjekten

Eröffnung:

Sonntag, der 15.06.2014 um 11.30 Uhr

Museumsinsel, Lüttenheid 40, 25746 Heide

 

Klaus Wiethoff (KW Hasenlieber) lebt seit 1978 in Neufeld/Dithmarschen als Maler, Bildhauer, Schafhalter, Bienenzüchter, Gemüseanbauer, Windmühlenerhalter, Obstbaumpflanzer, Vogelbeschützer und vieles mehr. Die einzelnen Aktionsfelder sind gleich wichtig und bilden starke Wechselbeziehungen!

 

Hasenlieber, 1948 in Hamburg geboren, hat früh eine starke Faszination bei dem Verbinden und Zuordnen sehr unterschiedlicher Materialien empfunden. Das Entdecken des Steines durch weiche Wolle, ein Aufheben der Schwere durch schwebenden Zustand, das ist für den Künstler ein idealer Spiegel der konkreten Alltagswirklichkeit und Lebenserfahrung.

 

In der Ausstellung "Chimborazo" im Heider Kunstverein demonstriert Hasenlieber an z. T. sehr ungewöhnlichen Arbeiten seinen Kunstkosmos.

 

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kleines Gedicht vom Stein

 

vom Stein der auf den Fuß mir fiel

und seine Geschichte aufzeigte

lernte ich mich selbst zu lesen

in der aufgebrochenen

Struktur des Harten

und zeigte so auch auf

Abbild des Weichen

zeigt Kern meines Seins aus alten Atomen

im ewigen Wandel

vom Glatten zum Rauen

vom Rauen zum Glatten

mäandert das Sein

durch unendliche Zeiten

 

(c) KW Hasenlieber

 

 27.07.-24.08.2014: "Inspiratio" - Katrin Evers (Malerei) und Hauke Jessen (Skulptur)

Eröffnung:

Sonntag, der 27.07.2014 um 11.30 Uhr

Museumsinsel, Lüttenheid 40, 25746 Heide

 

Katrin Evers wurde 1983 in Meldorf geboren, machte eine Lehre mit Abschluß als Lithographin und begann nach einem Volontariat im Denver Art Museum, USA, 1985 mit einem Studium zum Dipl. Wirt. Ing. in Stuttgart, dem sich 1994 ein Studium Freie Malerei bei Prof. Berger, Akademie der schönen Künste in München, anschloss. Seit 1989  nahm sie Tätigkeiten in Medienkonzernen u.a. bei Bertelsmann, wahr und gründete einen eigenen Verlag, Golf Time, in München. Seit 2001  arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in ihrem eigenes Atelier in Hamburg.

 

Ihre Motive schöpft die Künstlerin aus der Gegenwart. Eine Begegnung, ein Bericht, ein Foto, ein Sammelstück, eine Ausstellung. Das Jetzt verarbeitet sie sofort. Das Wichtigste ist das gerade Erlebte. So wird es zu Malerei. Katrin Evers arbeitet intuitiv, spontan, situativ mit dem Zufall und der Emotion. Ein Schatten an der Wand, eine Kleiderkombination, Abfall - alles ist Inspirationsquelle und darauf reagiert die Künstlerin aus dem Bauch heraus, weniger Kopf gesteuert. Es gilt, den Zufall einzuladen. Das Unfertige hat seinen Charme, denn es entstehen Spielräume für den Betrachter.

 

Bevorzugt arbeitet Katrin Evers seriell zu bestimmten Themenkreisen. Die Kamera unterstützt und befeuert den malerischen Prozess. Die große Veränderung kam mit dem Finden und nicht mehr suchen zu müssen. Malerei bedeutet für sie dabei, Grenzen zu überspringen, sich spielerisch einlassen in und mit der Materie. Das Suchen, das Verlorengehen, das Wiederaufgreifen wird als natürlicher Prozess empfunden, in der Erfahrung, dass man im Jenseits von Wissen und Wollen immer schon zugehörig ist zu einem nicht verstehenden und nicht verständlichen Bewusstsein. Die Themen umfassen weiträumig die Religion. Verbunden mit dem Interesse an Spiritualität, arbeitet die Künstlerin im Schatten für mehr Licht: “Auf der Suche nach Symbolen der Einheit gilt mein Hauptinteresse den Kulturen unterschiedlicher Religionen. Geschichten biblischen Ursprungs bilden den thematischen Rahmen, aus denen sich meine eigenen Bildwelten entwickeln”.

 

 

Hauke Jessen wurde 1971 in Nordfriesland geboren. Als Kind entdecke er seine Freude am Zeichnen. Mit 14 Jahren bekam er Holzschnitzwerkzeuge und nahm an Holzschnitzkursen in Husum teil. In dieser Zeit wird auch die Malerei zur Passion und es entstehen autodidaktische Arbeiten. Von 1992 – 1995 schlug er eine Ausbildung zum Holzbildhauer an der Werkkunstschule in Flensburg ein. Nach erfolgreichem Abschluss entschloss er sich, nach alter Tradition auf Wanderschaft zu gehen. Drei Jahre und einen Tag (1995 – 1998) reise er durch Europa und fand Arbeit bei Handwerksmeistern und Künstlern und dokumentiere diese Reise in Wanderbüchern.

 

Portraitaufträge in Hamburg bekräftigten seine Entscheidung, dort zukünftig als freier Künstler zu arbeiten. Sein erstes Atelier baute er mit Material vom Schrottplatz, zwischen einem Alsterfleet und Bahndamm. 16 Jahre später, in seinem vierten Atelier, einer ausgebaute Scheune, entstehen Auftragsarbeiten, freie Holzskulpturen, Bronzeplastiken, Zeichnungen und Gemälde. Das traditionelle Bildschneiden ist für Hauke Jessen Prozess, der ihn reizt und fordert. Seine freien Holzskulpturen werden aus unverleimten Stammstücken herausgeschnitzt, die gewachsene Faserstruktur und die Eigenart des Holzes bedürfen der intensiven Zusammenarbeit mit dem Material.

 

Die Bildsprache vergangener Jahrhunderte und das Zeitgeschehen sind seine Inspirationsquelle. Aus der Verflechtung diese Eindrücke entstehen Adaptionen und Allegorien; Hauke Jessen kombiniert und komponiert neue Bildgeschichten, sowohl ambivalent, als auch eindeutig. Die figürlichen Arbeiten stellen Fragen an das Leben und sind eine Formulierung der Ästhetik des Künstlers. Für ihn ist jede Skulptur wie ein Lied oder ein Gedicht, eine in sich abgeschlossene Geschichte.

 

 

 

 

31.08.-21.09.2014: Kunst-Stücke

 

Michael Schulte (Malerei) und Uschi Bramke (Keramik-Objekte)

 

Museumsinsel, Lüttenheid 40,

25746 Heide

 

 

Eröffnung:

Sonntag, der 31.08.2014 um 11.30 Uhr

 

Laudator:

Uwe Herms, Schriftsteller 

 

Diese Ausstellung ist Teil des Projektes "Kunstgriff" des Kreises Dithmarschen (http://www.kunstgriff.de/)

 

 

Michael Schulte, geboren 1941 in München. Bis vor kurzem hauptberuflich Schriftsteller.

 

Hat insgesamt 35 Bücher veröffentlicht. Gemalt hat er nebenbei jedoch immer, inzwischen hauptberuflich.

 

Zahlreiche Einzelausstellungen (u.a. in Frankfurt, Marbach und Berlin) sowie 2013 auf der NordernArt in Flensburg

 

Michael Schulte zu seiner Arbeit:

Die Vorstellung von einem Bild mag so präzis sein wie sie will - während der Arbeit entsteht etwas anderes. Dann muss ich herausfinden, was das Bild will. Was ich will ist uninteressant.

 

 

Uschi Bramke, geboren 1943 in Kiel. Studium der Keramik an der Muthesius-Werkkunstschule in Kiel und an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. 1965 - 1978 selbständig in Bad Wörishofen und in Königsfeld/Schw. In dieser Zeit verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen.

 

ab 2003 Aufbau eines neuen Ateliers in Rügge

2009 Ausstellung Gartengalerie in Gulde

2012 Teilnahme an der 59. Landesschau Bildender Künstler Schleswig-Holsteins in Flensburg

2013 NordernArt Flensburg

 

Uschi Bramke zu ihrer Arbeit:

Die Liste der Gestaltungsmöglichkeiten, mit Ton zu arbeiten, ist lang. In meinen Arbeiten benutze ich den Ton, um Podeste zu bauen, um Gebilde zu formen, mal werden sie glasiert, mal im offenen Feuer gebrannt. Andere Materialien füge ich hinzu.

 

 

 

Literatursommer "Island" 2014

Isländersagas. Familiengeschichten aus dem Mittelalter

 

Der Kunstverein Heide lädt am Mittwoch, den 06.08.2014 um 19.00 Uhr in die Museumsinsel Heide ein, zu einer Vortrags- und Leseveranstaltung mit Prof. Dr. Klaus Böldl zum Thema »Isländersagas. Familiengeschichten aus dem Mittelalter« , die im Rahmen des Schleswig-Holsteinischen Literatursommers stattfindet.

 

Die Isländersagas gelten als der wichtigste Beitrag Islands zur Weltliteratur. Es handelt sich dabei um etwa vierzig Prosaerzählungen des 13. Jahrhunderts, die spannungsreich und anschaulich vom Leben der wikingerzeitlichen Isländer berichten, von Alltag ebenso wie von wunderbaren Begebenheiten, von Fehden und deren Beilegung, aber auch von Wikingerfahrten, die von Nordamerika bis Konstantinopel reichen. Der Vortrag beleuchtet die Entstehungsbedingungen dieser einzigartigen Erzähltradition und stellt einige der interessantesten Episoden vor.

 

Klaus Böldl ist Professor für skandinavische Kultur- und Literaturgeschichte des Mittelalters an der Christian-Albrecht-Universität in Kiel. Als literarischer Autor debütierte er 1997 mit dem Roman »Studie in Kristallbildung«. Seither erschienen u.a. das poetische Reisebuch »Die fernen Inseln« (2004) und der Roman »Der nächtliche Lehrer« (2010). An Literaturpreisen und Auszeichnungen erhielt er 1997 den Tukan Preis; 2003 den Brüder-Grimm-Preis und den Hermann-Hesse-Literaturpreis und wurde 2013 mit dem Hebbel-Preis ausgezeichnet.

 

Mit dem Literatursommer hat das Literaturhaus Schleswig-Holstein seit vielen Jahren eine Veranstaltungsreihe initiiert, die zu einem bestimmten Gastland durchführt. Dazu plant das Literaturhaus sowohl eigene Ver­anstaltungen in der Landeshauptstadt Kiel als auch Veranstaltungsangebote für lokale Partner im Land und unterstützt die Veranstaltungen organisatorisch, werblich und finanziell. Dabei ist ein wesentliches Ziel des Literatursommers, die einzelnen Angebote in mehrere Orte Schleswig-Holsteins zu vermitteln. So ergibt sich in der Zeit von Mitte Juli bis Anfang September ein breites Bild der Literatur des jeweiligen Landes, das in diesem Jahr Island ist.

 

Veranstaltungsort für den Vortrag und die Lesung mit Klaus Böldl  ist die Museumsinsel, Lüttenheid 40 in 25746 Heide, wo auch der Vorverkauf erfolgt (Tel: 0481-63742).

 

Der Eintritt beträgt 7,00 Euro (ermäßigt 4,00 Euro).

Hier finden Sie uns

Kunstverein Heide e. V.
Dirk Becker, 1. Vorsitzender

Weidenkamp 5
25791 Linden

Telefon: +49 151-25207006

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